Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Schnadegänge

Schnadegang 2016


 


Schnadegang 2017


 


Schnadegang 2018


 


Alte Tradition neu belebt

Der Schnadegang ist eine jahrhundertealte, in Westfalen beheimatete, Tradition.

Jedes Jahr werden die Gemeindegrenzen abgegangen, um mögliche Grenzverletzungen auszuschließen und Neubürgern den Grenzverlauf nahe zu bringen. Traditionell gehört hierzu auch das "Poaläsen". Neue Einwohner werden hierbei von einigen Schnadegängern angehoben und mit dem Gesäß mehrmals leicht auf einen Grenzstein gestoßen (Poal=Stein, Ääs=Hinterteil). So sollen sich die Grenzen besser einprägen.
Der gepoaläste wird dadurch zum "Poalbürger".

In Arnsberg wird der Schnadegang und die darauf folgende Feier jedes Jahr von einem anderen Verein organisiert. Symbolisch wird dem nächsten austragenden Verein das Schnadeholz übergeben.

Wir vom SGV begleiten diese Veranstaltung selbstverständlich jedes Jahr mit einer großen Gruppe Mitwanderer.


 


48. Schnadegang und 50. Hüttenjubiläum der SGV-Abt.Arnsberg

Sa., 31. August 2019

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Treffpunkt zum 48. Schnadegang der SGV-Abt. Arnsberg am 31.August war der Maximilianbrunnen in Arnsbergs guter Stube.
Die Bläser des Hegeringes hießen die ca.50 Schnadegänger mit einem musikalischen Beitrag willkommen. Der 1.Vorsitzenden Gerd Riedel begrüßte die Gäste aufs herzlichste, danach schmetterten die Sänger des MGV Concordia ein Lied zur Einstimmung.
Die große Wanderschar setzte sich danach bei tropischen Temperaturen in Bewegung, um vom Neumarkt aus mit dem Omnisbus den Ochsenkopf zu erreichen.Heinz Beleke übernahm von dort die Führung der Schnadegänger. Der alte Grenzgraben wurde zeitweise durchschritten und es ging tief in den Wald hinein, um den alten Grenzstein in der Hellefelder Mark zur Stadtgrenze von Arnsberg zu erreichen. Dort fand das sogenannte „Pohläsen“ statt - ein Jahrhunderte alter Brauch, um Bürger zu bestrafen, die Grenzsteine gestohlen oder versetzt hatten.
„Für Kaiser und König, für Fürsten und Grafen, für Freiheit und Recht und ein ehrlich Menschengeschlecht“, mit diesem Spruch wurden nacheinander Kirsten Burgard, Roxana Kilian und Siegfried Demmel sanft auf den Grenzstein gesetzt.
Vom Westenfelder Stoß verlief der Schnadegang in Richtung Schumachers Kopf, wo im Kreuzungsbereich eine längere Trinkpause eingelegt wurde, um von dort den Weitermarsch zur SGV-Hütte anzutreten.
Bei der Ankunft um ca. 16 Uhr hatten sich dort schon viele Gäste eingefunden. um das 50-jährige Hüttenjubiläum gebührend zu feiern.Eine große Anzahl von Gratulanten war erschienen, auch der Arnsberger Bürgermeister Ralf Bittner zählte dazu.
Für musikalische Unterhaltung sorgten der MGV Concordia, Annemarie Niessler, sowie Boris Knapp mit seiner Gitarre, begleitet von einer jungen Sängerin.
Das Kuchen- und Grillbuffet lud zu einem Gaumenschmaus ein. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz, ein buntes Programm war von den Betreuern zusammengestellt worden.
Viele Anekdoten aus der 50-jähren Hüttengeschichte wurden erzählt und manches Gläschen Gerstensaft dabei geleert.
Ein toller Schnadegang und ein unvergessliches Hüttenjubiläum.

Bericht u. Bilder: Elvira Eberhard




49. Schnadegang

Sa., 20. August 2022

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Nach zweijähriger Corona-Zwangspause konnte am 20. August 2022 der Schnadegang zum 49. Mal wieder durchgeführt werden.
Der Maximilian-Brunnen in Arnsbergs guter Stube war traditionsgemäß Treffpunkt für die Schnadegänger. Die Bläser des Hegeringes begrüßten die Teilnehmer nach alter Manier mit einem musikalischen Beitrag. Der 1. Vorsitzende der SGV-Abteilung Arnsberg, Thomas Havestadt, hatte nette Worte für die zahlreichen Teilnehmer parat und der MGV-Concordia schmetterte ein Lied zur Einstimmung. Ausrichter der Schnadeganges war in diesem Jahr die Siedlergemeinschaft Wolfsschlucht, deren 1.Vorsitzende Rainer Frielinghausen herzliche Grußworte an die Anwesenden richtete. Das SGV-Wanderlied wurde angestimmt und rund um den Maximilianbrunnen war die gute Stimmung zu spüren.
Ein kleiner Festzug strebte Richtung Neumarkt, wo ein Bus die Wanderer nach Rumbeck brachte. Wanderführer Heinz Beleke übernahm nun das Ruder und an einigen Punkten erzählte er über die Entstehung der Gemeinde Rumbeck und deren Grenzen.
An einem alten Grenzstein fand das so genannte Pohläsen statt. Ein Jahrhunderte alter Brauch, um Bürger, die Grenzsteine gestohlen oder versetzt hatten, direkt zu bestrafen. Hatte man den Bösewicht ermittelt, tagte die Gerichtsbarkeit direkt vor Ort und der Sünder wurde auf den Befehl des Landvogtes: „Man greife ihn und bestrafe ihn, für Kaiser und König, für Fürsten und Grafen, für Freiheit und Recht und ein ehrlich Menschengeschlecht“ gepohläst. Mit diesem Spruch wurden in diesem Jahr nacheinander Nathalie Drosten, Susi Frank, Rainer Frielinghausen und Charlotte Schöttler sanft auf den Grenzstein gesetzt.
Weiter ging es hinab zur Lörmecke-Rast, wo sich die Wanderer an kühlen Getränken laben konnten. Die Gespräche in netter Runde trugen zur gemütlichen Pause bei.
Danach führte der Wanderweg direkt zum schmucken Siedlerheim Wolfsschlucht, wo die Wandersleute schon erwartet wurden. Das Orga-Team hatte für das leibliche Wohl gut vorgesorgt und bei guter Stimmung und lockerer Atmosphäre wurde noch viele Stunden geklönt.

Bericht und Bilder: Elvira Eberhard